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Die Stifterin

Ein Zeichen für mehr Toleranz

Luise Freundlich hat ihr Vermögen schon zu Lebzeiten in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und damit ihrer Weltoffenheit und dem Gedanken der Versöhnung ein nachhaltiges Denkmal gesetzt.

Doch was trieb sie an?

Luise Freundlich geborene Freiberger, wurde 1909 in Brezov in der heutigen Slowakei geboren. Ihr großbürgerliches jüdisches Elternhaus fühlte sich zwar der deutschen Kultur verbunden, gleichwohl wurde ihre Kindheit von der multikulturellen Vielfalt der Habsburger Monarchie mitgeprägt. In dieser Atmosphäre hat Luise Freundlich ihre kosmopolitische Einstellung und insbesondere ihre Toleranz entwickelt.

Die Ehe mit Dr. Walter Freundlich

1933 lernte Luise Freundlich ihren späteren Ehemann, den Arzt Dr. Walter Freundlich, kennen und es folgten die glücklichsten Jahre ihres Lebens. 1944 wurde Dr. Walter Freundlich verhaftet und erst in das Konzentrationslager Oranienburg-Sachsenhausen gebracht, wohin ihm Luise Freundlich - nach eigenen Bekundungen - freiwillig folgte. Danach wurde Dr. Walter Freundlich nach Bergen-Belsen verschleppt und kurz vor Kriegsende ermordet. Luise Freundlich wurde am 2. Mai 1945 befreit.

Noch einmal wurde ihr Lebensweg von der politischen Entwicklung beeinflusst. Nach vielen Jahren als Fremdsprachenkorrespondentin im Prager Außenhandelsministerium ließ sie sich nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei 1968 endgültig in Frankfurt am Main nieder. Sie starb hier am 26. Januar 1997 und wurde auf ihren letzten Willen hin auf dem Hauptfriedhof beigesetzt.

Der nach Deutschland zurückgekehrten Luise Freundlich lag sowohl die Arbeit ihres Mannes als auch die Versöhnung mit ihrer späteren Heimat sehr am Herzen. So stand es für sie außer Frage, ihr Vermögen für eine Welt voller Chancen und neuer Heilmöglichkeiten zu stiften.